Der ultimative Leitfaden: Kundenmagazin erstellen

Manche halten das Kundenmagazin für ein veraltetes Konzept. Andere schwören auf gedruckte Kundenmagazine, doch Print kostet Geld. Die Erfahrung zeigt: Ein Kundenmagazin kann ein sehr effektives Marketinginstrument sein – aber noch viel besser, wenn es nicht gedruckt, sondern digital vorliegt. Für die meisten Menschen ist es heute selbstverständlich, sich im Internet zu informieren. Und Sie können so noch besser den direkten Kontakt zu Ihren Kunden aufbauen.

In unserem Leitfaden erfahren Sie alles was Sie wissen müssen, um mit der Erstellung Ihres Kundenmagazins loszulegen. 

Warum ein Kundenmagazin – und warum digital?

  • Sie erreichen Menschen, die schon einmal Interesse an Ihrem Produkt oder Ihrer Dienstleistung gezeigt haben. Sie richten sich also direkt an Ihre Zielgruppe, ohne Streuverluste wie bei Anzeigen.
  • Ein Kundenmagazin dient der Kundenbindung und gibt Ihrer Marke ein Profil.
  • Sie haben dort innerhalb eines festen Bezugsrahmens die Möglichkeit, Geschichten zu erzählen und über Ihre Produkte zu informieren. Das digitale Format erlaubt die Einbindung von Videos und direkte Reaktionen.
  • Geschichten aus dem digitalen Magazin können Sie auch für Ihren Blog oder Ihren Social-Media-Auftritt nutzen.
  • Das digitale Format holt die Menschen dort ab, wo sie sind: im Internet. Es versteht sich von selbst, dass das Magazin auf allen Geräten gut funktionieren muss.
  • Das digitale Magazin erreicht die Leute ohne Infektionsrisiko. In Zeiten, in denen Messen nicht stattfinden können und viele Menschen auch nicht mehr gerne in Geschäfte gehen, sind Printprodukte weniger leicht zu verteilen.
  • Für die Kunden ist es nur ein kleiner Schritt vom Lesen eines digitalen Beitrags bis zum Kommentar oder dem Klick nach mehr Informationen. Für Sie ist wiederum die Analyse der Daten hilfreich, um noch besser zu verstehen, was die Kunden wünschen – und Sie erhalten schneller die begehrten Leads, um sie gezielt anzusprechen.

Vor dem Start: Wer ist Ihre Zielgruppe?


Wie jedes andere Magazin ist auch ein erfolgreiches Kundenmagazin eine geglückte Mischung aus tragenden Lesegeschichten, Servicestücken und Kurznachrichten. Es soll optisch ansprechen, unterhalten, informieren und letztlich natürlich die Bindung an Ihr Unternehmen ausbauen.

Die konkrete Umsetzung hängt davon ab, wer Ihre Kunden sind: Wollen Sie die Entscheider in anderen Unternehmen ansprechen oder Endverbraucher? Richten Sie sich an technikaffine Spezialisten, junge Leute unter 25 oder an die breite Gesellschaft? Die Zielgruppe bestimmt Stil, Sprache und Ansprache:
  • Du oder Sie? Es gibt heute viele Bereiche, in denen das "Du" vorherrscht und ein "Sie" zu förmlich wirken würde. Für Geschäftskunden kann das "Du" allerdings unpassend sein und ältere Menschen empfinden es mitunter als respektlos. Sprechen Sie mit Ihren Lesern, wie Sie mit Ihren Kunden sprechen.
  • Einfach oder detailliert? Verkaufen Sie ein technisch erklärungsbedürftiges, hochspezialisiertes Produkt an Unternehmen, so können Sie mit einem technischen Grundwissen rechnen und auch Fachvokabular verwenden, ohne jedes Detail erklären zu müssen. Alles andere würden Ihre Kunden merkwürdig finden. Vertreiben Sie aber technische Produkte für Endverbraucher, erklären Sie die Funktion möglichst einfach und verständlich. Auch Anwendungsbeispiele bei Kunden porträtieren Sie dann anders.
  • Locker oder seriös? Ein Magazin für Familien mit Kindern darf gerne etwas bunter und verspielter ausfallen – bei Geschäftskunden werden Sie darauf achten, seriös, wenn auch nicht trocken, zu wirken.
Ein erfolgreiches Kundenmagazin soll unterhalten und die Bindung an Ihr Unternehmen ausbauen.

Das Kundenmagazin: Zwischen Journalismus und Corporate Identity


Ihr Kundenmagazin ist ein Produkt Ihres Hauses – und das soll auch zu erkennen sein. Name, Logo und Aufmachung sollen zu Ihrem Unternehmen passen. Das Kundenmagazin-Konzept sollte auf die Kommunikationsstrategie abgestimmt sein, aber authentisch und nicht werblich wirken.

Als lesenswertes Medium wird es erst wahrgenommen, wenn der Inhalt nicht nur aus Pressemitteilungen der Chefetage und der Marketingabteilung besteht. Bieten Sie Lesestoff, der sich lohnt:
  • Neuigkeiten aus der Branche, die auch für ein breiteres Publikum interessant sind. Was ist nicht nur neu, sondern auch gesellschaftlich relevant und könnte in Zukunft Probleme lösen? Dabei darf der Blick ruhig etwas weiter gefasst sein, aber nicht beliebig.
  • Hintergrundberichte aus dem eigenen Haus, die für das Publikum interessant sein könnten, beispielsweise: Was wird getan, um die Produktion eines Produktes möglichst umweltfreundlich zu gestalten? Wie wurde und wird in der Coronakrise dafür gesorgt, dass Mitarbeiter gesund bleiben? Haben Sie ein Produkt oder ein Angebot mit einer außergewöhnlichen Geschichte? Es versteht sich von selbst, dass die Fakten auch der Wahrheit entsprechen müssen.
  • Anwendungsbeispiele: Lassen Sie Kunden selbst zu Wort kommen und über ihre Erfahrungen berichten – entweder in Form eines Interviews, das auch ein Video sein kann, oder in Form eines Gastartikels. Das wirkt authentisch und überzeugend.
  • Nachrichten und Personalien aus dem eigenen Haus, die interessant genug sind.
  • Ankündigung und Erläuterung neuer Produkte, Praxistipps.

Magazin erstellen: Am Anfang steht das Konzept


Auch ein digitales Magazin braucht einen Spannungsbogen und den richtigen Mix. Bevor Sie sich mit Ihrem Team an das Kundenmagazin-Konzept setzen, sollten einige Formalien geklärt sein:
  • Ein treffender Name.
  • Ein für Ihr Unternehmen sinnvolles Erscheinungsintervall. Mit Blick auf die Kundenbindung sind vier Ausgaben im Jahr ein guter Kompromiss. Erscheint das Magazin seltener, besteht die Gefahr, dass es in Vergessenheit gerät. Ein häufigerer Rhythmus macht nur dann Sinn, wenn man auch etwas mitzuteilen hat.
  • Ein ungefährer Umfang. Bei einem digitalen Magazin sind Sie nicht an drucktechnische Vorgaben gebunden. Wählen Sie lieber vier Mal im Jahr einen geringeren Umfang als seltener, aber „dicker“.
Außerdem wichtig für das Kundenmagazin-Konzept: Das Magazin sollte eine gleichbleibende Struktur besitzen. Jede Ausgabe sollte eine zugkräftige Titelgeschichte haben, die aus verschiedenen Bereichen kommen kann. Der Aufbau könnte beispielsweise so aussehen:
  • Vorwort/Editorial
  • Kurznachrichten aus der Branche und dem Unternehmen
  • Titelgeschichte
  • Praxisbeispiel eines Kunden
  • Vorstellung neuer Produkte
  • Praxistipps
  • Unterhaltung/Humor
  • Sonderaktionen
Mit der Titelgeschichte können Sie auch in den Sozialen Medien auf Ihre neueste Ausgabe aufmerksam machen. Praxistipps können dort ebenfalls recht erfolgreich sein. Ihr digitales Magazin ist dann nur einen Klick weit entfernt.

Beispiel gefällig?

Hier geht's zum digitalen Kundenmagazin von IVECO.

Kundenmagazin umsetzen – wer macht es?


Ein Kundenmagazin umsetzen macht Arbeit – das lässt sich nicht beschönigen. Die gute Nachricht: Mit einem digitalen Magazin sparen Sie Zeit und Geld. Es fallen weder Kosten für das spezielle Printlayout noch Druckkosten noch Vertriebskosten an.

Trotzdem: Inhalt- und Bild- oder Videomaterial müssen herbeigeschafft, bearbeitet und online gestellt werden – und sollen professionell aussehen. Größere Unternehmen haben möglicherweise mehr personelle und finanzielle Ressourcen. Machbar ist es jedoch für alle.

Folgende Varianten sind denkbar, um das Magazin zu erstellen:
  • Alle Ihre Mitarbeiter sind vollkommen ausgelastet und haben keine Zeit. Sie delegieren die Aufgabe komplett an eine Agentur, die sich sowohl um die Inhalte als auch um die technische Umsetzung kümmert. Die Agentur braucht allerdings eine Kontaktperson im Unternehmen, denn sie braucht ja auch die Informationen. Diese Variante ist normalerweise die professionellste, meist aber auch die teuerste, ein Magazin zu erstellen.
  • Sie bilden ein eigenes Redaktionsteam, das die Inhalte festlegt, Bildmaterial organisiert und selbst schreibt oder schreiben lässt. Sie kennen Ihr Unternehmen und Ihre Branche schließlich am besten. Sie binden Partner und Kunden mit ein, bei Bedarf auch freie Autoren. Die technische Umsetzung überlassen Sie einer Digitalagentur.
  • Ihr Redaktionsteam will das Kundenmagazin vollständig selbst umsetzen. Dafür gibt es den Baukasteneditor von Webmag, mit dem Sie professionelle digitale Kundenmagazine selbst erstellen können. So bleibt alles in einer Hand und es entstehen keine Reibungsverluste durch die Beauftragung von Externen.
Testen Sie Webmag kostenlos und erstellen Sie probeweise Ihr eigenes digitales Kundenmagazin.

Der Mehrwert eines digitalen Kundenmagazins


Während Sie bei einem Printmagazin niemals erfahren, wie viele Exemplare eifrig gelesen werden und wie viele im Müll landen, können Sie das bei einem digitalen Magazin sehr genau kontrollieren.

Die Analyse der Seiten verrät Ihnen, wie viele Leser welchen Artikel gelesen haben, welche Videos sie sich angeschaut haben, was sie angeklickt und bei welchem Artikel sie das Magazin verlassen haben.

Allein durch die Auswertung einer Ausgabe Ihres Kundenmagazins erfahren mehr als bei einer Kundenumfrage. Diese Informationen können Sie nutzen, um Ihren Lesern bessere Inhalte zu liefern, sie länger im Magazin und damit in Ihrem Ökosystem zu halten.

Durch die Verknüpfung der Magazinauswertung mit den Analytics-Daten zum Beispiel von Ihrer Webseite und Ihren Social-Media-Kanälen wird das digitale Kundenmagazin ein wichtiger Baustein Ihrer Customer Journey (während das PDF in der Regel eine Blackbox bleibt). In Ihr digitales Kundenmagazin können Sie Buttons und Formulare einfach einbinden. So erhalten Sie wertvolle Informationen und echte Leads, die Sie für das Marketing und im Vertrieb nutzen können.
Durch die Verknüpfung mit Analytics wird das digitale Kundenmagazin ein wichtiger Baustein Ihrer Customer Journey

Mehr Leser dank Suchmaschinenoptimierung


Zudem bleibt ihr digitales Kundenmagazin nicht auf jene Personengruppen beschränkt, die Sie schon kennen oder die in Ihr Ladengeschäft gekommen sind. Es trägt dazu bei, dass Ihre Inhalte über Suchmaschinen wie Google gefunden werden und neue potenzielle Kunden auf das Magazin und Ihr Angebot aufmerksam werden.

Und schließlich: Nichts ist so alt wie die Zeitung von gestern. Inhalte Ihres digitalen Kundenmagazins lassen sich stets aktualisieren und bei Bedarf korrigieren.

All diese Faktoren tragen dazu bei, dass das Kundenmagazin stark an Bedeutung gewinnt. Denn neben unzusammenhängenden Blogbeiträgen und einzelnen Artikeln aus unzähligen Quellen, die im Internet um Aufmerksamkeit konkurrieren, bietet der abgeschlossene Magazincharakter einen Kontext.

Das Kundenmagazin schafft dadurch wie kein zweites Medium, worauf es im Marketing schon immer ankam: Vertrauen.

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