Digitale Magazine selber machen? Was wir mit Webmag wirklich vorhaben.

21.05.2019 | Christian Wust

Seit wir Webmag gegründet haben werden wir immer wieder gefragt: Digitale Magazine, ist das nicht schon längst Standard? Wo wollt ihr mit Webmag eigentlich hin? Ja, digitale Magazine sind nicht unbedingt neu. Wir haben allerdings Neues vor – und einige Überraschungen im Gepäck.

Zuallererst: Was ist Webmag eigentlich?

Webmag ist eine Plattform für digitales Corporate Publishing. Das klingt sehr technisch, weshalb wir auch gerne sagen, dass Unternehmen mithilfe von Webmag digitale Publikationen schnell und einfach selbst erstellen können – das klingt wiederum schon fast lapidar. Warum dann also Webmag?

Wir haben Webmag gestartet, weil Content Marketing für Unternehmen immer wichtiger wird, es aber keinen brauchbaren Weg für digitales Corporate Publishing gibt. Die eigenen Kanäle aber – neben Webseite und Blog sind dies vor allem Unternehmenspublikationen, wie Kundenmagazin, Produktkatalog, Broschüren, Whitepaper etc. – sind für erfolgreiches Content Marketing entscheidend.

Kommunikation auf Augenhöhe statt platter Werbung

Content wird für Unternehmen immer wichtiger, ganz einfach, weil Kunden, die dank der Digitalisierung eine völlig andere Rolle spielen, die inhaltliche Auseinandersetzung einer werblichen vorziehen. Unternehmen müssen auf Augenhöhe agieren, echte Inhalte und Beiträge zur Debatte liefern, statt einseitig Slogans rauszuhauen.

Das heißt nicht, dass man jetzt unbedingt endlich auch mal Social Media machen muss. Es geht vielmehr darum, die Kommunikation zu öffnen und mit den Kunden, Nutzern – Prosumenten – zu sprechen, Dialoge zu führen. Das gilt genauso für Bewerber, mögliche Kooperationspartner oder Investoren.

Wir haben uns daran gewöhnt, Unternehmen und Produkte anhand der vorhandenen Informationen und inhaltlichen Beiträge zu bewerten, die wir online finden können. Eigene Inhalte zu liefern und eine Story anzubieten gewinnt für Unternehmen deshalb stark an Bedeutung – weshalb auch die eigenen Kanäle – owned media – an Bedeutung gewinnen. Hier können Unternehmen selbst Themen setzen, Meinungen kundtun, Werte vermitteln – und der Debatte eine Richtung geben.

PDFs auf dem Smartphone?

Unternehmen ticken hier allerdings noch sehr analog. Natürlich bleiben Printprodukte wichtig, z.B. für die Auslage im Ladengeschäft oder auf der Messe. Die Zielgruppen trifft man in der Breite allerdings besser, wenn man sich den geänderten Gewohnheiten der Menschen anpasst, die mittlerweile viel häufiger am PC, auf dem Tablet oder dem Smartphone lesen.
Was wir beobachten ist, dass aufwendige Studien, Whitepaper oder Kundenmagazine allenfalls noch als PDF auf der Webseite zum Download landen. Jeder der schonmal versucht hat ein PDF auf dem Smartphone zu lesen weiß, dass das nichts taugt.

Zumal das auch nicht wirklich digital ist, denn die Inhalte in PDFs können von Suchmaschinen nicht gefunden werden und wer klickt sich schon auf Firmenwebseiten durch das Publikationsarchiv? In den sozialen Medien lassen sich PDFs nicht gut teilen, und auch hier: wer klickt noch auf Download-Links und lädt Dateien zum Lesen herunter?

Unternehmen brauchen einen Digital-First-Ansatz

Auf diese Weise leisten die aufwendig erarbeiteten und teuer gestalteten Inhalte im Marketing keinen Beitrag, sondern bleiben versteckt im Hintergrund stecken.

Was Unternehmen brauchen ist ein Digital-First-Ansatz, das heißt, Unternehmenspublikationen müssen zuallererst digital gedacht werden.

Hier kommt Webmag ins Spiel. Wir wandeln keine PDFs um, sondern drehen den ganzen Prozess. Am Anfang steht nicht die Print-Publikation, sondern ein digitales Magazin.

Digital ist kein Add-on, sondern eröffnet völlig neue Möglichkeiten

Neben der Indexierung durch Suchmaschinen und dem Teilen auf Social Media ergibt sich bei digitalen Publikationen gleich eine ganze Palette an Möglichkeiten. Zum Beispiel können Artikel wie in einem Blog kontinuierlich und nachträglich bearbeitet werden. Auch können Daten ausgewertet werden – wer liest mein Magazin, von welchem Gerät aus, welche Inhalte kommen gut an, welche weniger gut?

Und noch viel wichtiger ist, dass digital eben auch interaktiv bedeutet. Über Formulare und Call-to-Action-Buttons können Nutzer direkt weitergeführt werden. 

In Kombination mit der Datenauswertung ergibt sich daraus dann erst ein echtes Marketinginstrument: Produktkataloge liefern plötzlich Konversionsraten und Whitepaper generieren nicht nur Leads pro Download, sondern führen den Leser über die Inhalte direkt zu Angeboten.

Aber das gibt es doch alles schon!, forderte uns das Portal Munich Startups im Interview heraus. Stimmt, es gibt Editoren für Magazine, selbst mit Wordpress könnte man digitale Magazine bauen. 

Digitale Publikationen zum Selbermachen

Was wir aber wollen ist, die Erstellung von Publikationen so einfach zu machen, dass Marketing-Abteilungen das selbst übernehmen können. Ohne Grafiker fürs Layout, ohne Agentur, ohne IT-Fachmann, der erst einmal die Software ins System integrieren muss.

Dafür haben wir unsere Plattform passgenau zugeschnitten: So vorkonfiguriert, dass selbst jemand ohne technische Kenntnisse oder gestalterisches Know-how ein hochwertig aussehendes Magazin erstellen kann. Und gleichzeitig mit genügend Freiheiten, damit es individuell bleibt, im eigenen CI, mit Logo und dem Look and Feel der eigenen Marke.

Weil alles aus der Cloud kommt, wird kein großes IT-Projekt draus, sondern kann einfach gestartet werden, click and go. Das macht die Ersteller unabhängig und führt dazu, dass an schnelllebigen Magazinen, Katalogen und Whitepapern nicht unzählige Personen viel Aufwand betreiben.
Diejenigen, die die Inhalte haben, erstellen ihre Publikationen mit geringen Mitteln einfach selbst. Inhalte per Drag & Drop setzen, veröffentlichen, teilen, auswerten, repeat. Welcome to the digital age.

Digital begünstigt Inhalte, Technik wird zur Nebensache

Das ist spannend, denn es macht die Kommunikation der Unternehmen wesentlich praktikabler, schneller, flexibler – aber auch nützlicher, zielführender. Es begünstigt den Inhalt und die Form wird zur automatisierten Nebensache.

Spannend auch deshalb, weil sich für den digitalen Wandel neue Konzepte ergeben: Genauso einfach wie die Erstellung von digitalen Publikationen wird es für Unternehmen künftig sein, selbst zum Anbieter digitaler Publishing-Lösungen zu werden. Das aber ist der nächste Schritt unserer Vision.